Dieses Jahr hatten wir uns entschieden, die Karten erst für
Montag zu besorgen, die Liste der am Montag antretenden Sambaschulen war einfach
super. Die vier bestplatzierten des Carnaval 2002, Mangueira, Beija-Flor,
Imperatriz und Mocidade traten alle am Montag an.
So verhielten wir uns dann auch relativ ruhig am Montag.
Am Morgen fuhren wir noch den Corcovado hoch, Helma und Peter waren ja noch nicht dort. Auch für uns anderen, die vorher schon mal oben waren, gab es eine Überraschung: Vom Ausgang des Zuges, der die Passagiere durch den Tijuca Wald nach oben bringt, gibt es jetzt einen Aufzug nach oben. Und direkt am Ausgang des Aufzuges beginnt eine Rolltreppe, die die Touris bis hoch zum Christo befördert.
Obwohl es etwas diesig war - oder vielleicht gerade deshalb
- war die Stimmung und die Sicht fantastisch.
Der Christo Redentor - und jede Menge Ersatz-Jesus
Nachdem Corcovado fuhren wir zurück zum Hotel in Flamengo und
erholten uns etwas, schon mal vorschlafen für eine lange Nacht. Nach einem
Abendimbiss in einer Bar in Flamengo fuhren wir gegen 20:00 Uhr in Richtung
Sambodromo, wobei der Fahrer schon einige abenteuerliche Abkürzungen nehmen
musste, um noch halbwegs durch den zunehmenden Verkehr zu kommen. Als wir aus
dem Taxi aussteigen fängt es an zu tropfen und wenige Minuten später - wir
stehen gerade in einer fast endlosen Schlange vor dem Einlass im Sambodromo, die
sich natürlich nicht vorwärts bewegt - gießt es, als ob alle Schleusen
geöffnet wurden.
Pünktlich um 21:00 Uhr kommen wir ins Sambodromo, tropfnass bis auf die Haut und nach einer halben Stunde Schlangestehen.
Los geht es dann kurz nach 21:00 mit der Sambaschule "Tradicao":
Tradicao
Aber so richtige Stimmung kommt erst auf, als der
Vorjahressieger "Mangueira" das Sambodromo betritt. Mangueiras Zug ist
in diesem Jahr eine Interpretation der 10 Gebote und der Zug ist eine
Wahnsinnsshow.
Mangueira kommt und die Menge tobt, der Einzug beginnt mit "Moses"
Mangueira mit Reitern aus Ägypten, Pyramiden und ägyptischen Tempeln
Mangueira, der Vorjahressieger liefert eine Supershow und die Rufe "È
campeã" (Das sind die Sieger) gehen schon durchs Sambodromo
Direkt nach Mangueira kommen die Vorjahreszweiten: Beija-Flor
(Kolibri): Das Motiv des Zuges von Beija-Flor: Soziale Ungerechtigkeit, Armut,
Arm und Reich - und auch der Auftritt von Beija-Flor ist gigantisch:
Beija-Flor
Hier noch ein paar Details des Zuges von Beija-Flor, entliehen
von http://www.terra.com.br :
Beija-Flor, Bilder aus dem Netz
Beija-Flor: Campeã 2003