Erste Bilder vom Carnaval in Rio 2003
3. März 2003



Dieses Jahr hatten wir uns entschieden, die Karten erst für Montag zu besorgen, die Liste der am Montag antretenden Sambaschulen war einfach super. Die vier bestplatzierten des Carnaval 2002, Mangueira, Beija-Flor, Imperatriz und Mocidade traten alle am Montag an.

So verhielten wir uns dann auch relativ ruhig am Montag. 

Am Morgen fuhren wir noch den Corcovado hoch, Helma und Peter waren ja noch nicht dort. Auch für uns anderen, die vorher schon mal oben waren, gab es eine Überraschung: Vom Ausgang des Zuges, der die Passagiere durch den Tijuca Wald nach oben bringt, gibt es jetzt einen Aufzug nach oben. Und direkt am Ausgang des Aufzuges beginnt eine Rolltreppe, die die Touris bis hoch zum Christo befördert. 


Die Rolltreppen am Corcovado - Blick von oben

Obwohl es etwas diesig war - oder vielleicht gerade deshalb - war die Stimmung und die Sicht fantastisch.

Der Christo Redentor - und jede Menge Ersatz-Jesus

Nachdem Corcovado fuhren wir zurück zum Hotel in Flamengo und erholten uns etwas, schon mal vorschlafen für eine lange Nacht. Nach einem Abendimbiss in einer Bar in Flamengo fuhren wir gegen 20:00 Uhr in Richtung Sambodromo, wobei der Fahrer schon einige abenteuerliche Abkürzungen nehmen musste, um noch halbwegs durch den zunehmenden Verkehr zu kommen. Als wir aus dem Taxi aussteigen fängt es an zu tropfen und wenige Minuten später - wir stehen gerade in einer fast endlosen Schlange vor dem Einlass im Sambodromo, die sich natürlich nicht vorwärts bewegt - gießt es, als ob alle Schleusen geöffnet wurden.

Pünktlich um 21:00 Uhr kommen wir ins Sambodromo, tropfnass bis auf die Haut und nach einer halben Stunde Schlangestehen. 

Los geht es dann kurz nach 21:00 mit der Sambaschule "Tradicao":

Tradicao

Aber so richtige Stimmung kommt erst auf, als der Vorjahressieger "Mangueira" das Sambodromo betritt. Mangueiras Zug ist in diesem Jahr eine Interpretation der 10 Gebote und der Zug ist eine Wahnsinnsshow.

Mangueira kommt und die Menge tobt, der Einzug beginnt mit "Moses"


Mangueira mit Reitern aus Ägypten, Pyramiden und ägyptischen Tempeln


Mangueira, der Vorjahressieger liefert eine Supershow und die Rufe "È campeã" (Das sind die Sieger) gehen schon durchs Sambodromo



Direkt nach Mangueira kommen die Vorjahreszweiten: Beija-Flor (Kolibri): Das Motiv des Zuges von Beija-Flor: Soziale Ungerechtigkeit, Armut, Arm und Reich - und auch der Auftritt von Beija-Flor ist gigantisch:

Beija-Flor

Hier noch ein paar Details des Zuges von Beija-Flor, entliehen von http://www.terra.com.br :

Beija-Flor, Bilder aus dem Netz


Beija-Flor: Campeã 2003