Campinas - Infos




Tipps für Brasilien – Campinas


Vorwort:
Diese Infos sind wohl überwiegend interessant für Leute, die bereits in oder um Campinas leben, oder mit mit dem Gedanken spielen dorthin zu ziehen.
Für Urlauber werden die Details weniger informativ sein.
Sollten Infos falsch sein oder solltet ihr zusätzliche Infos haben, bitte schickt mir ein eMail, ich werde die Info dann aufnehmen.


Luft und Seefracht
Achtung bei Luft und Seefracht: Man sollte sich vorher genau überlegen, welche Sachen man kurzfristig benötigt und diese dann mit ins Flugzeug nehmen. Auch Luftfracht kann bis zu 8 Wochen dauern, da die Zollkontrollen teilweise sehr langsam vor sich gehen. So haben wir z.B. die Seefracht ca. 1 Woche nach der Luftfracht erhalten, (8 bzw. 9 Wochen).
Ferner wird Luftfracht sehr genau kontrolliert, teilweise jedes Stück ausgepackt.

Auch die Seefracht wird kontrolliert, ob sie mit der Zolliste übereinstimmt, in Regel jedoch nur stichprobenartig. Also darauf achten, daß die Listen mit den tatsächlichen Inhalt ziemlich genau übereinstimmen.

Wohnen
Prinzipiell gibt es 2 Möglichkeiten, wie man in Campinas wohnen kann. In einem Haus in einem geschlossenen Condominium (ein eingezäunter, bewachter Bereich, umfaßt in der Regel von 50 bis zu mehreren hundert Häusern) oder in der Stadt in einem Predio (Hochhaus), das ebenfalls einen bewachten Eingang hat.

Wie findet man ein Haus?
Seit kurzem arbeitet Bosch zusammen mit einem sogenannten Relocation Service, der sich um alles mögliche in Zusammenhang mit dem Umzug kümmert, unter anderem auch die Haus/Wohnungssuche. Das Personal des Relocation-Services zeigt den Kunden zusammen mit den zuständigen Maklern Häuser und Wohnungen in Condominiums oder Predios. Man muss sich also nicht mit Zeitungsannouncen etc. herumschlagen. Das Personal des Relocation Service spricht in der Regel deutsch.


Im Haus
Die größten und bevorzugten Condominiums befinden sich in Valinhos und Vinhedo, 2 Kleinstädte, die ca. 20 km von Campinas entfernt liegen. Da sie an der Schnellstraße Anhanguera liegen, an der auch Bosch liegt, kommt man trotzdem sehr schnell zu Bosch, je nach Condominium 15-30 Minuten.
Vor allem bei Familien sind natürlich Häuser sehr beliebt, in Valinhos gibt es auch eine deutsche Schule und einige Kindergärten.


Apartment
Eine Alternative zu einem Haus ist es, vor allem wenn man kinderlos ist, sich ein Apartment in Campinas zu suchen. Bevorzugte Wohngegend ist dabei das Stadtviertel Cambui, in dem es viele Geschäfte, Bars und Restaurants gibt. In der Regel sind die Mieten von Apartments billiger als die Miete eines Hauses, das Condominium, also die Gebühr für Bewachung, Wasser etc., jedoch höher.
(Achtung: Condominium ist sowohl die Bezeichnung für eine geschlossene Wohnanlage (siehe Im Haus), als auch die Gebühr, die monatlich für Nebenkosten und Bewachung fällig wird.)


Strom / Elekrogeräte

Bei elektrischen Geräten ist darauf zu achten, ob sie mit 50 oder 60 Hz betrieben werden müssen. Die Spannung ist innerhalb Brasiliens unterschiedlich. Es gibt Häuser und Wohnungen, in denen 110 Volt installiert sind, andere mit 220V. Aber in den Wohnungen/Häusern mit 110V können von Bosch zumindest einige Steckdosen auf 220V umgestellt werden. Die Spannung ist also nicht das Problem. Nun, welche Geräte funktionieren mit 60 Hz. Grundsätzlich gibt es eigentlich nur Probleme, wenn die Geräte einen Elektromotor haben, der über die Hertzzahl getaktet wird. Bei uns sah es wie folgt aus.

Stereoanlage: kein Problem
Fernseher: nicht mitgenommen, da in Brasilien anderes System (Fernseher kann nur genutzt werden, um eventuell mit deutschem Videogerät Videos aus D anzusehen)
Videorecorder: siehe Fernseher
Toaster: kein Problem
Kaffeemaschine: kein Problem
Fön funktioniert, wir haben aber nie auf voller Stufe laufen lassen, nach kurzer Zeit hier einen gekauft
Heizlüfter: siehe Fön
Heizradiator: kein Problem
Lampen: wir haben wenige mitgenommen, da die meisten Wohnungen schon Lampen installiert haben. Die wir dabei hatten funktionieren nach Austausch der Glühbirnen (wg 110V).
Waschmaschine: nicht mitgenommen, hier gekauft.
Wäschetrockner: funktioniert nicht !!!! Er läuft zwar, aber trocknet nicht.
Küchengeräte, Mixer etc.: soweit ausprobiert, funktionieren sie alle.
Kühlschrank: hier gekauft

Zu Heizgeräten:
Uns wurden noch gesagt, Heizgeräte könnte man hier nicht kaufen. Mittlerweile gibt es auch in Brasilien einige Geräte, jedoch wesentlich teurer als in Deutschland. Etwa 2-3 Wochen im Jahr braucht man Heizgeräte, die Temperaturen gehen nachts auf ca. 5 Grad herunter, und je nach Isolierung, die mit D nicht vergleichbar ist, liegt die Innentemperatur nur wenig über der Außentemperatur. Neueste Meldung: Die Heizgeräte werden auch hier allmählich billiger.
Es besteht die Möglichkeit bei Bosch verbilligt Bosch bzw Continental Geräte zu kaufen (Kühlschrank, Kühltruhe, Waschmaschine, Wäschetrockner, (Gas-)Herd etc.) Am besten einfach einen VA fragen.


Empregada / Faxineira

Eine der Hauptannehmlichkeiten Brasiliens sind die guten Seelen im Haus. Eine Empregada (i.d.R. Ganztagshaushaltshilfe) oder Faxineira (Putzfrau, die ein oder mehrmals wöchentlich kommt) ist Standard und gehört eigentlich dazu. Je nach Haushaltsgrösse auch ein Gärtner oder ein Kindermädchen. Der Verdienst liegt je nachdem wie oft die Angestellte kommt und wie hart man verhandelt bei zwischen 200 und 500 R$ im Monat. Die Beschäftigung einer Haushaltshilfe ist jedoch nicht nur eine Annehmlichkeit für die VA Familie, sondern auch ein Arbeitsplatz für die beschäftigte Person. Je nachdem welche Empregada man auswählt, kann man Glück oder Pech mit den Hilfen haben; beim Bügeln verbrannte Hemden etc. können durchaus vorkommen, wir kennen diese Probleme allerdings nur vom Hörensagen und alle unsere Bekannten und auch wir selbst würden die Empregada/Faxineira am liebsten nicht wieder hergeben. Manchmal dauert es aber eben eine gewisse Zeit, bis man die Richtige findet.

Einkaufen

Autos:

Wer in Brasilien ankommt steht zumeist unmittelbar vor zwei Problemen, Wohnung (Haus) und Auto. Die Tour zu den Neuwagen Händlern (Concessionarios) macht man zumeist mit Bosch, aber es ist nicht jedermanns Sache gleich auf einen Schlag zwei Neuwägen zu kaufen, man braucht aber (wenn man nicht alleine ankommt) mit Sicherheit zwei Autos. Also ... Gebrauchtwagen.

Bekannt und meiner Ansicht nach ganz gut ist die Gebrauchtwagenhändler-Kette (Revendedores) Alpini. Mit 4 Geschäften in Campinas und angeschlossenen Werkstätten machen sie einen vertrauenerweckenden Eindruck. Ich habe dort ein Auto gekauft und war im grossen und ganzen zufrieden. Wo die Geschäfte sind und was sie zur Auswahl haben findet man in der Tageszeitung (mit Sicherheit Sa und So) Correio Popular. Dort stehen auch Angebote und Adressen weiterer Gebrauchtwagenhändler. Übrigens: Auch die Concessionarios verkaufen Gebrauchtwagen.


Shopping Center:


Shopping Centers sind ein wichtiger Bestandteil im Leben der Brasilianer. Nicht nur zum Einkaufen kommt man hierher, sondern auch zum Essen, zum Flanieren, fürs Kino usw. In Campinas gibt es zwei große Einkaufszentren, Iguatemi und Galeria, sowie eine Vielzahl von kleineren in den verschiedenen Stadtteilen. Also wenn Bummeln angesagt ist, heißt das in erster Linie „Shopping Center“

Iguatemi
Das Iguatemi ist das ältere der beiden großen Einkaufszentren. Es liegt an der Rodovia Don Pedro, von Cambui aus etwa 10 Autominuten entfernt. Direkt nebenan sind auch der Supermarkt Carrefour und der Heimwerkermarkt Leroy Merlin (auf der anderen Seite der Don Pedro) Es gibt hier vor allem Elektrogeräte, Mode, Schmuck, einen großen Buchladen mit Internetcafe, Kinos und viele Imbißlokale. Im Gebäude des Iguatemi, allerdings von außen zugänglich, ist auch der Montana Grill, nach Meinung der meisten Brasilianer in Campinas die beste Churrasceria der Stadt.
Neueste Meldung: Das Iguatemi baut um ! Eine Erneuerung und Erweiterung des Iguatemi steht an und wird wohl bald fertig sein (Stand Dez. 2001)

Galeria
Das Shopping-Galeria ist etwas moderner als das Iguatemi, allerdings auch etwas teurer. Neben den bereits schon für das Iguatemi erwähnten Lokalen gibt es hier auch einige recht gute Restaurants und Kneipen (Cerveceria Continental, Cerveceria national, TGI Friday´s, Café Cancun etc, siehe auch bei Lokale).

Im Bau: Shopping Dom Pedro
Das sich im Bau befindlich Shopping Dom Pedro soll angeblich das grösste Einkaufszentrum Lateinamerikas werden. Man darf also gespannt sein...
Geplante Eröffnung 2002


Sport: Decathlon
Ganz neu (07/2001) hat neben Leroy Merlin, bzw hinter Iguatemi und Carrefour das Sport Shopping Decathlon eröffnet. Ein riesiges Einkaufszentrum für Sportartikel nach US amerikanischem Standard.
Alles, für alle Sportarten und in vielen Grössen.


Supermercados

Allgemeine Tipps zu Lebensmitteln:

Uns wurden als qualitativ hochwertig empfohlen:
Bei Wurst bzw. Schinken etc. die Marken Sadia und Perdigão.
Wurstsorten wie in Deutschland gibt es im Supermarkt unter der Marke Frigor Hans, geschmacklich größtenteils sehr gut, was alles drin ist , wissen wir nicht.
Es gibt in der Nähe von Vinhedo noch eine große schweizer Metzgerei, die angeblich sehr gut sein soll(Berner).

Käse gibt es nicht sehr viel Auswahl. Es gibt einige brasilianische Käsesorten, ganz akzeptabel, aber nicht gerade vielseitig. Importierte Käsesorten aus Europa gibt es einige, aber zu gesalzenen Preisen. Ganz allgemein, wenn man importierte Erzeugnisse haben will, muß man mit den doppelten bis dreifachen Preis rechnen wie in Europa.


Carrefour
...gibt es zweimal in Campinas und einmal in Valinhos. In Valinhos an der Dom Pedro, einmal direkt beim Shopping Iguatemi und das zweite mal ebenfalls an der Dom Pedro, etwas nördlich vom Shopping Galeria. Carrefour ist ein Ableger der französischen Supermarktkette und dementsprechend ist auch das Angebot europäisch ausgerichtet. Man wird in Brasilien viel mehr bekannte Sachen im Supermarkt finden, als zum Beispiel in den USA. Sehr stark vertreten sind die Konzerne Nestlé und Parmalat, aber auch viele einheimische Produkte findet man hier.

Extra
Einmal in Campinas und noch etwas größer als Carrefour. Man muß vergleichen, welcher Supermarkt einem mehr zusagt. Auch preislich gibt es keinen, der eindeutig billiger wäre. Also, bei größeren Anschaffungen ist ein Preisvergleich angesagt.

Pão de açucar
Pão de açucar ist der „Lebensmittelladen von Nebenan“. Die Zweigstelle in Cambui, direkt am Centro de Convivencia, die nach einem Brand wiedereröffnet wurde, ist sehr sauber und übersichtlich.


Neuer, kleinerer Supermarkt in der ..., liegt auf dem Weg von Bosch nach Cambui.


Haushaltswaren-Baumarkt

Leroy Merlin
Ist wohl der größte Heimwerkermarkt, der mit einem deutschen Baumarkt vergleichbar ist. Von Gartenmöbeln über Lampen, Elektrogeräte, Duschen, Toilettensitze, Werkzeug etc. findet man dort fast alles und mit der größten Auswahl. Er liegt gleich hinter dem Shopping Iguatemi, bzw dortigem Carrefour, aber auf der anderen Seite der Dom Pedro.

Madeirense
Wie Leroy Merlin, aber etwas kleiner. Liegt auf den Weg durch die Stadt zum Extra.

Peg-faça
Noch mal etwas kleiner, direkt bei Madeirense.


Bäckereien

In Cambui

Riviera
Für mich die beste Bäckerei / Konditorei in Campinas. Hat auch eine große Auswahl an Sandwiches bzw kleineren Speisen zum dort Essen bzw auch zum Mitnehmen. Solange man noch im Hotel wohnt (Cambui Residence) ist das eine willkommene Abwechslung zum abendlichen Hotelessen, und das Riviera liegt auch nur ca. 3 Minuten Fußweg vom Cambui Residence Hotel.

Roma
Im Zentrum von Cambui, mit kleinem Café. Es gibt dort auch Frühstück und tagsüber eigentlich immer irgendein Buffet.

Massa pura
Ebenfalls in Cambui, in der Rua Dr. Sampaio Ferraz. Gute Auswahl und leckere Sachen. Das Massa Pura ist eigentlich immer voll, auch das sollte ein gutes Zeichen sein ....

Paderia Croissant
Verkaufen Laugengebäck, wenn man Heimweh nach deutschen Brötchen hat ...



Was gibt es nicht, das es in Deutschland gibt?

Bzw was nehmen wir uns aus Deutschland mit, weil wir glauben, das es dort besser ist?
Es folgt ein willkürliche Aufzählung von Dingen, die man glaubt haben zu müssen, auch wenn man im Paradies wohnt :
Gelierzucker (wer selber Marmelade einkochen will)
Bratheringe
Sauerteig (um selber Schwarzbrot zu backen)
Gummibärchen
Sensitiv-Waschmittel
Deutsche Bücher
Kleidung (besonders bei grösseren Grössen) :-)



Fernsehprogramm:
Es gibt freies Fernsehen (kostenlos), ca. 5 Programme, brasilianisch, für unseren Geschmack schwer verdaubar, also wählt man in der Regel Pay-TV. Dort gibt es mehrere Möglichkeiten, Kabel oder Satellit. Der Standard Kabel Vertreiber ist NET, Satellit ist SKY oder DIRECTV.

Die Programmzusammensetzung ist üblicherweise bei allen Anbietern ähnlich. Grundprogramm mit ca. 30 Kanälen ca. 60 R$, zusätzliche Spielfilmkanäle (HBO, etc) 10 R$, internationale Programme (u.a. deutsche Welle) 10 R$. Das Komplettpaket ca. 80 R$ pro Monat (Stand 07/2001). Dazu kann man dann über Pay per View noch zusätzliche Filme bestellen (relativ neue Kinofilme) für ca. 5 R$ pro Film.

Freizeit

Kino:
Es gibt mehrere Kino Center in Campinas, u.a. in den Shopping Centers. In der Regel amerikanisches Original mit Untertitel. Tonqualität ist eher schlecht, man liest ja die Untertitel. (zumindest die Brasilianer) In dem eben gebauten Shopping Dom Pedro soll angeblich eine riesige Zahl neuer Kinos entstehen.

Ausflüge

Nahziele (in Brasilien immer relativ)

Pedreira
Etwa eine halbe Stunde von Campinas entfernt und bekannt für seine Porzellan und Keramikmanufaktur. Richtung Mogi Mirim, und bei Jaguareiuna von der Schnellstrasse ab, in Richtung Serra Negra. Bereits wenn man in die Stadt kommt, fallen einem die an den Strassenseiten stehenden Verkaufsstände auf. Es gibt viel Kitsch, billiges Zeug, aber angeblich auch schöne Sachen (ist wohl Geschmackssache). Auf alle Fälle sollte man es zumindest mal gesehen haben. Man kann den Ausflug ja mit einer Fahrt in das Bädereck Águas de Lindoía und Serra Negra verbinden. Die Fahrt ist landschaftlich sehr schön und eignet sich gut für einen Sonntagsausflug.

São Paulo
Sao Paulo hat alles...und so bieten sich auch einige Freizeitmöglichkeiten. So zum Beispiel das japanische Stadtviertel „Liberdade“, das italienische Viertel oder auch die vielen Shopping Centers und Kinos, die um einiges grösser sind als in Campinas. Auch der Zoologische Garten oder Simba Safari sind eine Abwechslung (ob es sich lohnt, zumindest der Zoologische Garten ist auch wieder Ansichtssache, Hellabrunn oder Wilhelm sind meines Erachtens tierfreundlicher und schöner)

Brotas
Nach ca. 1 bis 2 Stunden Fahrt von Campinas aus kommt man nach Brotas. Bekannt für seine Wasserfälle und die damit verbundenen Sportmöglichkeiten. Rafting, Canyoning oder aber auch Reiten kann man in Brotas. Wer es weniger abenteuerlich will, kann ganz einfach auch spazierengehen und zu den Wasserfällen wandern.

Berge:

Monte Verde
Fahrzeit etwa 2 Stunden von Campinas und man fühlt sich in den Alpen in Brasilien. Zumindest die Hauptstrasse durch den Ort ist eine Mischung aus Österreich, Schweiz, Bayern und Brasilien. Es gibt einige schöne Wanderungen die man machen kann und im Winter geniesst man die Kälte in den Bergen, denn in Sao Paulo oder Campinas wird’s ja auch im Winter nicht so richtig kalt. Man heizt den im gemieteten Chalet vorhandenen Kamin an, zieht sich warm an und geht abends zum Fondueessen ein eines der mit viel Holz eingerichteten Lokale.

São Thome das Letras
Ein Treffpunkt für Aussteiger, Gurus, Leute die auf Ufos oder sonstige Erscheinungen warten, aber trotzdem ganz lustig, wenn man die Sache mit Humor sieht Erkennungszeichen für Eingeweihte: umgehängte Wolldecke...). Feiern bis in den Morgen, kalte Nächte und viel laute Musik erwartet einen. Die Lage der Stadt ist toll. In den Bergen von Minas, man erreicht die Stadt zum Teil über Erdstraße, hat man einen traumhaften Ausblick. Wanderwege, Höhlen und Wasserfälle gibt es in der Umgebung. Der Sage nach führt eine Höhle von hier bis zum Machu Picchu in Peru ...)

Meer:

Parati
Immer noch nicht dort gewesen, leider. Tipp für eine saubere, schöne und gute Pousada: Villas de Paraty.

Ubatuba


Maresias
Seht schön, empfehlenswert ist das Maresias Beach Hotel, schönes Hotel mit grosser Rasenfläche zwischen Hotel und Meer zum Fussball, Frisby, etc spielen, Palmen und dann Meer. Maresias ist einer der schönsten Strände zwischen Sao Paulo und Rio.

Guaruja
Der Hausstrand von São Paulo. Im Sommer voll mit Paulistanos, im Hintergrund Hochhäuser, ein Stadtstrand eben. Fahrzeit von Campinas ca. 2,5 Std (ohne Stau).

São Sebastião / Ilhabela
Wer in Sao Sebastiao ist, sollte auch noch die 20 minütige Fährfahrt auf die Ilhabela dranhängen. Von Campinas braucht man, je nach Verkehr etwa 3,5 bis 4 Stunden bis zur Ilhabela. Die „schöne Insel“ hat auf der landgerichteten Seite ein paar kleinere Städte mit Hotels, Bars und Restaurants und ganz passablen Stränden. Die Seite der Insel, die zum offenen Meer zeigt, ist nur per Jeep in ca. 1 Stunde zu erreichen (es gibt genügend Anbieter für diesen 1-Tagesausflug). Die Strände dort sind traumhaft und unberührt. Es gibt nur eines kleinen Kiosk, um Essen und Getränke zu kaufen, wer übernachten will, muss sein Zelt mitbringen.
Achtung: Autan mitbringen! Die Borrachudos, die kleinen Mücken der Insel, sind wirklich sehr lästig und haben schon so manchen Urlaub vermiest. Die Stiche brauchen oft Tage, bis sie abheilen.
Hotels: Hotel Mercedes, wie eine mittelalterliche Burg, Preis/Leistungsverhältnis ok.
Barra do Piuva, bislang nur gesehen, noch nicht bewohnt, wird mit Sicherheit unser nächstes Hotel... Mittlerweile gesehen, Hotel ist super, aber leider kein Swimming Pool (noch nicht, Stand Sep 2001). Siehe auch Bericht auf der Homepage: Ilhabela.

Rio de Janeiro
Klar, Rio ist ein Muss in Brasilien. Mit den Auto ca 5 bis 6 Stunden oder 1 Stunde mit dem Flugzeug. Neue Fluglinien(z.B. Gol) bieten Campinas – Rio (one way) für unter 100 R$ an. Sollte man sich überlegen, was besser ist. Das erste Mal und wenn man Ausflüge in die Umgebung macht, lohnt es sich vielleicht, das Auto mitzunehmen. Wir hatten deshalb das Auto dabei und es Stand 3 Tage lang in der Hotelgarage, da wir in Rio alles mit Bus bzw U-Bahn und Taxi unternahmen. Es gibt ein Busticket (City Tour) mit dem man ja nach Ticket 24 bzw 48 Stunden Sightseeing Busse benutzen kann, die in Rundreisen durch sie Stadt fahren. Unserer Meinung nach lohnt sich max ein 24 Stunden Ticket, da wenn man zu einem bestimmten Ziel will das Umsteigen etc ziemlich lange dauert und man viele Stunden nur im Bus sitzt. Aber vielleicht für den ersten Tag ok.
Was ansehen: Klar, Copacabana, Ipanema, Zuckerhut (Pao de Acucar), Corcovado mit Christusstatue. Aber auch die Innenstadt mit den Märkten und dem Café Colombo sind Interessant.
Wo wohnen? Einige schwierige Frage: Wir haben viel Geld ausgegeben (für 2 Nächte kann es ja mal sein) und hatten ein tolles Hotel (Rio Atlantica) an der Copacabana. Hat sich nach unserer Meinung, zumindest für den ersten Besuch absolut gelohnt, das nächste Mal kann es ja eine Klasse weniger sein.
Preiswerte und trotzdem saubere Alternative: Mengo Palace Hotel in Flamengo.


Restaurants in Campinas

Tip: Die Sonntagsbeilage der Tageszeitung Correio Popular hat eine gute Übersicht über die aktuellsten Restaurants, Kneipen, Bars. Auch Kinos und sonstige Infos findet man dort.

Churrasco

Montana Grill
Angeblich die beste Churrasceria/Rodizio in Campinas. Am/im Shopping Iguatemi, einfach ausprobieren. Tipp: Churrasceria nicht am Abend ausprobieren, besser ist Sonntag mittags, wegen der Mengen, die man vertilgt...

Espeto de Prata
Siehe auch Montana Grill, ausprobieren und selbst entscheiden, was besser ist.

Cenário
Kein Rodizio, das heisst, keine Kellner die mit Spiessen voller Fleisch durchs Restaurant laufen, sondern ein kleines Restaurant, in dem man von der Karte bestellt. (Mein Geheimtip) R. Colonel Quirino, 1682. Cambui

Filet & Cia
Ebenfalls kein Rodizio, sondern à la carte. Schöne Terasse, leckeres Essen. R. Emílio Ribas, 891. Cambui

Italienisch

Piola
In der Nähe des Centro Convivencia. Kleine Pizzeria/Bar/Kneipe mit etwas alternativem Ambiente, leckeren Pizzen und guter Musik. Kleiner Innenhof, in dem man sehr schön sitzen kann.

Trevere
Italienisches Lokal in der R. xxxxx. Italienische Vorspeisen, schönes Ambiente

Fellini
Soll angeblich der beste Italiener der Stadt sein... Korrektur: Ist mit Sicherheit einer der besten Italiener der Stadt ;-). Die Nudeln sind traumhaft, mit einer leckeren Flasche Rotwein, italienisch oder auch brasilianisch (z.B. Almadén) ein mit Garantie toller Abend. Ab 20:30 sehr voll, lange Wartezeiten.

Sonstige

Arabisch – Maktub
Warum nicht einen Samstagsausflug nach Sousas machen. Sousas hat nachdem man die Disco und Kneipenstrasse durchquert hat einen sehr schönen alten Ortskern mit tollen Geschäften. Zum einkehren eignet sich das etwas versteckte Restaurant Maktub.

Primavera (Joaquim Egidio)
Liegt etwas außerhalb in Joaquim Egidio, bei Valinhos, auf der anderen Seite der Dom Pedro. Ein schöner Garten, auch innen kann man schön sitzen. Baianische Küche, sehr zu empfehlen.

Rocinha
Liegt direkt an der Anhanguera, Ausfahrt Vinhedo. Bekanntes Ausflugslokal, eine tolle Terasse, Essen vom Buffet, überwiegend mineirische Küche.

Kneipen

Viele der nachfolgend genannten Kneipen liegen in Cambui, einige nur wenige Meter auseinander. Eine mittlerweile recht gute Übersicht gibt es in der Sonntagsbeilage der Tageszeitung (Correio Popular). Dort findet man fast alle angesagten Lokale mit Öffnungszeiten und Adresse.

Bar Azul
Eine Alltagskneipe, Sandwiches, Kleinigkeiten, gute Stimmung. Rua Colonel Quirino, Cambui

Cachaceria Brasil
Liegt etwas versteckt in Cambui, in der XXXX, eine Seitenstraße zur Julio Mesquita. Essen aus Minas Gerais, Musik aus Minas und viele Cachacasorten. Eine große Auswahl an Caipirinhas und Batidas. Das kleine Lokal ist fast immer voll, abends nach 20:00 muß man fast mit Sicherheit auf einen Tisch warten.

Café de la Recoletta
Direkt am Centro de Convivencia, Café mit täglich Livemusik, gute Atmosphäre, Essen etc.

Coronel Moustarda
Ein Dauerbrenner. Ebenfalls schöne Terrasse, gute Atmosphäre, Abends eigentlich fast immer voll. R. Padre Almeida, 199. Cambui

Seo Rosa
Bar, schöne Terasse, relativ neu und „in“ (06/2001) R. Emílio Ribas, 281. Cambui

Cafezal em Flor
Tolles Lokal, absolut gemütlich, leider gibt es nur eine Speisekarte. Aber die Bedienung weiss auch auswendig, was es gibt. Jeden Tag Livemusik, keine laute Band, sondern recht gute, nicht zu laute Musik. Liegt ziemlich versteckt in der Rua Diego Prado, 40. Cambui

Giovanetti I bis V
Giovanetti ist eine Institution in Campinas. Drei Lokale liegen im Stadtzentrum, eines in der Nähe des Busbahnhofes und das bekannteste und eigentlich immer volle Giovanetti V liegt in der Rua Benjamin Constant in Cambui. Das ist auch das einzige Giovanetti mit Garten und an den vielen warmen Abenden sitzt man dort besonders schön.
Tip: Sonntagsbrunch bzw. Mittagessen im Giovanetti V ab 12:00 mit tollem Buffet und frischem Nudelbuffet.


Urlaub:

Wer in Brasilien arbeitet, macht wohl auch mal in Brasilien Urlaub, d.h. länger als ein Wochenende.
Um den Neuankömmlingen eine Idee zu vermitteln, möchte ich hier mal kurz unsere Reisen etwas beschreiben (vielleicht findet sich ja noch der eine oder andere Hobbyautor, der eigene Berichte und Erfahrungen hinzufügt)

Oktober 2000: Natal und Fernando de Noronha
Unser erster Urlaub in Brasilien: In den Nordosten zum Baden und Sightseeing. Zum Einstimmen auf Brasilien buchten wir ein organisiertes Paket, 3 Nächte in Natal, der Hauptstadt des Bundesstaates Rio Grande de Norte, und 4 Nächte auf Fernando de Noronha, eine etwa 400 km vorgelagerten Insel Brasiliens, die vor allem wegen der Tierbestände und der Natur weltberühmt ist.
Kurz und schnell: 3 Tage Natal (bzw 2, wenn man An und Weiterreise abzieht) sind zu kurz. Wir haben die zwei Tage genutzt um am ersten Tag eine Buggy Tour zu den weltberühmten Dünen von Genipabu zu machen. Dieser Ausflug ist unbedingt empfehlenswert. Ein geschulter und geprüfter Fahrer (andere dürfen angeblich nicht in die Dünen) fährt mit Buggy und Passagieren halsbrecherische Manöver in den Dünen. Es geht zu Süsswasserseen, Oasen, Stränden etc. Achtung: Sonnenschutz, Sonnencreme und Badehose nicht vergessen.
Am zweiten Tag liessen wir uns nach Maracajaú bringen, etwas 40 km nördlich von Natal. Dort gibt es ein vorgelagertes Korallenriff an dem man schön schnorcheln bzw tauchen kann. Ein Boot fährt die Passagiere zu einer im Meer verankerten, schwimmenden Basis, von dort aus geht es direkt in Riff. Achtung: Man kann nur zu bestimmten Zeiten dort bleiben, wegen Ebbe und Flut.
Am dritten Tag ging es schon weiter nach Fernando de Noronha: Die Insel beeindruckt wirklich durch ihre Natur. Aber ausser Wandern, Schwimmen (Achtung, hohe Wellen), Schnorcheln und Bootfahren kann man nicht viel unternehmen. Vier Nächte waren für uns schön, aber voll ausreichend, zumal die Unterkünfte mehr als Rustikal sind und sehr teuer. Zusätzlich bezahlt an noch ein Kurtaxe pro Tag, um auf der Insel zu sein. Die Besucherzahl ist auf ca. max. 450 pro Tag beschränkt. Die Unterkünfte sind in der Regel im Inselinneren, also kein Meerblick. Es gibt eine schöne Wanderung entlang der Stände, bei man fast eine Inselhälfte ablaufen kann. Die fast obligatorische Bootstour zu den Delphinen ist auch ein halber Tagesausflug. Man kann sich auch einen Buggy mieten und die Inselstrassen abfahren. Wenn also nicht stundenlang am Strand liegen will oder Vogelkundler ist, reichen eigentlich 3 sehr schöne Tage auf der Insel. Das Abendprogramm ist eher spärlich. Es gibt 3 Restaurants auf der Insel und ab 21:00 Uhr versammelt sich alles zum Palestra, einem Vortrag über inselbezogene Themen, beispielsweise Delphine, Haie, Schildkröten etc. Die Vorträge sind gut gemacht und DAS Abendprogramm auf der Insel.

Auszug aus einem Brief:
Nachdem wir also in den ersten Wochen mit Arbeit und sonstigem ziemlich eingedeckt waren und höchstens mal am Wochenende kurz einen Ausflug machten, sind wir von 30.09. – 07.10. zum erstenmal richtig in Urlaub gefahren. Natal und Fernando de Noronha. Natal liegt im Nordosten Brasiliens und ist die Hauptstadt des Bundesstaates Rio Grande del Norte, Fernando de Noronha ist eine kleine Insel im Atlantik, ca. 450 km vom Festland entfernt und nur 14 km² groß. In Natal (portugiesisch für Weihnachten, da die Stadt am 25.12.1599 gegründet wurde) waren wir in einem tollen Hotel, klein aber schön, mit recht wenig Gästen, da Nebensaison ist. Hauptsaison in Brasilien ist Dezember bis Februar und Juli. In Natal waren wir leider nur für 3 Nächte bzw 2 volle Tage. Am ersten Tag haben wir nach einer kurzen Stadtrundfahrt (Standard Touri Programm) einen Ausflug etwas weiter nördlich gemacht, nach Maracajaú, wo man in etwa 7 km vom Festland entfernt liegenden Korallenriffs schnorcheln kann. Leider waren die Wellen recht stark, so dass man nicht allzuviel sehen konnte. Aber die Fahrt mit dem Taxi um dorthin zu kommen war recht abenteuerlich, teilweise am Strand entlang, aber nicht auf der Straße, teilweise über recht wackelige Fähren, die nicht für Taxis gebaut wurden sondern für Beach Buggys.
Am zweiten Tag in Natal waren wir mit dem Buggy unterwegs, um entlang der Strände die weltberühmtem Dünen zu befahren. Fun pur! Das lustigste war, dass wir fast alle auch noch so entlegenen Orte schon am Tag zuvor mit dem Taxi gesehen hatten.
Am Dienstag ging es weiter nach Fernando de Noronha. Das Archipel Fernando de Noronha liegt ca 450 km vom Festland entfernt und steht größtenteils unter Naturschutz. Es gibt keine bzw. nur ein Hotel auf Noronha, alle anderen Unterkünfte sind Privatunterkünfte. Ausserdem gibt es kein warmes Wasser auf Noronha, aber bei den vorherrschenden Temperaturen kann man auch gut bei Kaltwasser duschen (nach etwas Überwindung). Die 3 Tage waren traumhaft. Einsame Strände, Delphine, Schildkröten, Fische... aber 3 Tage sind auch genug, man kennt danach fast jeden Trecking-Pfad und jeden Strand.
Leider war eine Woche viel zu kurz!!!


Dezember 2000 / Januar 2001: Minas Gerais und Rio de Janeiro
Rundfahrt: Campinas – Caxambu – Tiradentes – Ouro Preto – Petropolis – Rio de Janeiro – Campinas (ca. 2000 km)

Am 1. Weihnachtsfeiertag gings los, in die geplanten 2 Wochen Urlaub in Richtung Minas Gerais. Der erste Stop war Caxambu, ein Bäderort zwischen Campinas und Ouro Preto, den wir bereits kannten und wo wir an Ostern 2000 eine schöne Fazenda gefunden hatten (Fazenda Vale Verde). Dort erstmal 2 Tage Weihnachten geniessen, weg vom Trubel und am Swimmingpool die Papageien beobachten, die den Mangobaum plündern. Nach 2 Tagen ging es weiter über Sao Joao del Rei nach Tiradentes, die Stadt die nach dem gleichnamigen rasilianischen Freiheitskämpfer benannt ist, der dort gewohnt hat (Tiradentes bedeutet der Zahnzieher und er war ... Zahnarzt). Tiradentes ist ein kleines Städtchen mit wunderschönen Häusern, das dem Weltkulturerbe Ouro Preto vielleicht an Grösse, aber nicht an Schönheit nachsteht. Von Tiradentes über Congonhas ging es dann nach Ouro Preto, wo wir in der Pousada Montego Zimmer reserviert hatten. Zimmerreservierung, gerade um diese Zeit ist unbedingt notwendig, wenn auch hoher Preis nicht unbedingt gleich hohe Qualität verspricht. Bei der Pousada Montego, im Zentrum Ouro Pretos gelegen hielt man allerdings was man versprach: Traumhafte Lage, traumhafte Zimmer, unser Tip für Ouro Preto. Bei dieser Gelegenheit: Hotels in Brasilien sind nicht billig. Nach einiger Zeit haben wir uns daran gewöhnt für etwas bessere Qualität auch hohe Preise zu bezahlen. 4 Tage blieben wir in Ouro Preto, konnten aber nur 2 Tage in der Pousada Montego bleiben, da Silvester bereits ausgebucht war. Das teuere Hotel Estalagem das Minas Gerais (im quatro Rodas 3 Sterne und sehr empfohlen) war nach unserer Meinung der Reinfall des Urlaubs. Muffige, dunkle Zimmer, mehr Sanatorium als Urlaubshotel, nicht zu empfehlen!

Ausflüge von Ouro Preto: In die Goldminen und das Nachbarstädtchen Marianne.
Von Ouro Preto ging es dann weiter in die ehemalige Sommerresidenzstadt König Dom Pedro I, nach Petropolis. Petropolis hat ein sehenswertes Stadtzentrum, und schöne Wandermöglichkeiten. Da wir jedoch mit einer hartnäckigen Erkältung kämpften brachen wir hier unseren Urlaub ab, und sahen Rio nur noch im „vorbeifahren“. Eine kurze Runde an der Copacabana und zurück nach Campinas (Petropolis – Campinas über Rio = ca 10 Stunden Autofahrt). Rio haben wir dann aber an einem der nächsten langen Wochenenden nachgeholt, siehe weiter oben.




Literatur

Reisen:

Reiseliteratur heisst neben deutsch bzw englischsprachigen Reiseführern in Brasilien vor allen Quatro Rodas.
Quatro Rodas: Guia Brasil
Quatro Rodas: Turismo Ecologico no Brasil
Quatro Rodas: Guia Praias
Lonely Planet: Brasil
Dumont Richtig Reisen: Brasilien