Macchu Picchu
27.12.2001

27.12.2001, Donnerstag

Machu Picchu !
Der Höhepunkt des Urlaubs sollte es sein, ist nicht dieser Heilige Ort der Inka der Hauptgrund für die meisten Reisen ins Inkaland? Die Heilige Stadt der Inka, 1983 zum Weltkulturerbe der Menschheit erhoben. Zusammen mit Tikal in Guatemala das einzige Gebiet in denen sowohl die Natur als auch die Kultur als Weltkulturerbe geschützt sind.

Während der Nacht hat es stark geregnet, aber als wir um 6:00 Uhr aufstehen ist es bereits fast wieder trocken. Wir packen noch die letzten Sachen in den Rucksack, frühstücken und los geht es zum Bahnhof San Pedro. Bereits am Vortag hatten wir die Tickets gekauft - praktischerweise muss man die an einem anderen Bahnhof kaufen! Pünktlich um 7:30 fährt der Backpacker Express, so der schöne Name für den etwas billigeren Zug, los. Zum Verlassen von Cusco, das in einem Talkessel liegt, muss der Zug Zick-Zack fahren. Das heisst er fährt eine Strecke, hält an, der Zugbegleiter springt ab, stellt die Weiche um und der Zug fährt in die Gegenrichtung weiter. So schaukelt er sich mit insgesamt vier Richtungswechseln die Berghänge hoch bis es endlich in Richtung Machu Picchu richtig losgeht. Richtig losgehen bedeutet dabei ein Höchstgeschwindigkeit von etwa 40-50 km/h (meine Einschätzung). Der Zug schaukelt mehr seitlich hin und her, als dass er vorwärtsfährt, aber nach vier Stunden kommen wir doch in Aguas Calientes, der Talstation des Machu Picchu, an. Immerhin haben wir 112 km in dieser Zeit zurückgelegt. Es hat mittlerweile angefangen leicht zu regnen und die Regenponchoverkäufer am Bahnhof machen wieder gute Geschäfte.
Wir besorgen Busfahrkarten und los geht es, die letzten Kilometer hoch in die Berggipfel. Oben heisst es Eintrittkarten kaufen und möglichst vor den Reisegruppen durch das Eingangstor. Deren 10 Minuten Pinkelpause verschaffen uns den entscheidenden Zeitvorteil und als wir nach der Kasse um die Ecke biegen sehen wir ein fast menschenleeres Machu Picchu. Ein toller, überwältigender Anblick (obwohl es mit den Mengen an Touris auch später nicht schlimm war, wir hatten viel Schlimmeres befürchtet. Die Nebensaison und Regenzeit hält auch die Menschenmassen ab).
Erst einmal geht es hoch zum "Mirante" von wo aus man den besten Überblick über die gesamte Anlage hat. Danach Tempel für Tempel. Leider haben wir nur 3 Stunden Zeit, denn wir fahren ja am selben Tag wieder mit dem Zug zurück nach Cusco. Die 3 Stunden reichen gerade einmal aus, um alles zu sehen, nicht aber, um das Gesehen richtig einwirken zu lassen. An vielen Plätzen könnte man sich einfach hinsetzen und nur mal eine Stunde schauen, Gedanken schweifen lassen, sich die Plätze zur Inkazeit virstellen. Aber stopp damit, keine Zeit für sowas ... leider. Als wir 3 Stunden später wieder durch den Ausgang gehen, fängt es an zu regnen. Wiracocha hat uns wohl 3 Stunden vor dem Regen bewahrt. Um 16:30 fährt der Zug zurück nach Cusco und es dauert endlos lange bis wir endlich um 21:00 Uhr in Cusco ankommen. Liebe Inka Trail Wanderer: Ein Tag Marsch muss 1000 Mal schöner (wenn auch anstengender) sein als 8,5 Stunden an einem Tag in einem Zug von Peru Rail.

Ein paar Bilder von Machu Picchu: