Neue Haustiere
Maria war mit Helma Ende April zurück nach Deutschland
geflogen, so hatte ich erst mal sturmfreie Bude hier. Bereits nach wenigen Tagen
bemerkte ich, dass wir neue Haustiere haben: Thekla und Flip. Thekla habe ich
entsorgt (wer von Euch wusste eigentlich, dass Spinnen grün gefüllt sind ??)
Flip hat sich selber aus dem Staub gemacht .. komisch, dem hätte ich doch gar
nichts getan.
Links: Thekla (wer Thekla sehen will ... klick), rechts: Flip
Deutschland
Am 15. Mai kam ich dann schließlich auch nach Deutschland, denn am nächsten Tag fand eine kleine Feier mit Buchübergabe anlässlich der Emeritierung unseres Professor Bohr in Regensburg statt.
Der Flug war eine kleine Odyssee, erst kam ich schon mal für mehr als 4 Stunden nicht vom Flughafen São Paulo weg. Probleme mit einem Schlauch in der Hydraulik. Aber die Dame am Schalter war zuversichtlich, man würde in São Paulo nach einem Ersatzteil suchen. WO, BITTE ??? Wo soll es in São Paulo Ersatzteile für eine Airbus-Hydraulik geben? In einer Stunde gibt es nähere Informationen, jetzt werden erst einmal Lunches ausgegeben. Und schon rollt eine Mitarbeiterin mit einem Wagen voller McDonalds Hamburger und Cola auf uns zu und eine gierige Meute stürzt sich auf die verängstigte Stewardess. Etwa zwei Stunden später die Neuigkeiten: Man habe jetzt ein so ähnliches Teil gefunden, muss aber erst testen ob es denn funktioniert. Oh Mann, was soll man sich da wünschen, dass es funktioniert und wir wegkommen oder dass es nicht funktioniert, wir zwar wohl 12 Stunden festsitzen, aber dafür ein "richtiges" Ersatzteil haben, und nicht einen Schlauch der wahrscheinlich aus einem alten VW-Käfer ausgebaut wurde. Na ja, man hatte sowieso keine Wahl, das Teil passte und uns ist auch während des Fluges und bei der Landung die Hydraulik nicht um die Ohren geflogen. Mit etwa vier Stunden Verspätung kamen wir um 2 Uhr morgens von São Paulo los.
Klar dass ich dann den
Anschluss in Frankfurt auch verpasste, der nächste Weiterflug
nach München leider erst in fünf Stunden, um 17 Uhr. So saß ich am Samstag Nachmittag - anstatt
gemütlich zuhause in der Badewanne - am Flughafen in Frankfurt. Eine
Dusche in der Lounge musste also auch genügen für heute, danach gab es
wenigstens Formel 1 Qualifying im Fernsehen. Immerhin kamen wir
noch fast pünktlich um 20:00 Uhr in Regensburg im Hotel Bischofshof an und
konnten an Feier und Buchübergabe teilnehmen. Auch für Professor Bohr, der
nichts davon wusste, weder dass es eine Feier für ihn gab und schon gar nicht,
dass sogar ehemalige Assistenten aus Brasilien anreisen, war es eine sichtliche
Überraschung und - wie ich hoffe - eine schöne.
Links: Professor Bohr im Kreis der ehemaligen Assistenten, rechts: Professor
Bohr und Norbert
Die restlichen Tage verbrachten wir überwiegend in München und
Stuttgart, der Italientrip wurde wegen der Termine, die sehr ungünstig lagen
(immer nur 4 Tage frei dazwischen) aufs nächste Mal verschoben. Aber auch
München ist toll, wenn man als Tourist da ist ;-)
Eigenartigerweise haben wir von den gesamten restlichen 2 Wochen keine Fotos
gemacht, keine Ahnung warum ...
Wieder in Brasilien, Hauseinweihung und Geburtstagsfest
Am 2. Juni kamen wir zurück, gleich für das erste Wochenende
war nachträgliche Geburtsfeier (Norbert) und Hauseinweihungsfeier (endlich, nach 6 Monaten)
geplant.
Das Buffet hatten wir bestellt und vorbereiten lassen, aber trotzdem gab es noch genügend Arbeit mit
dem Vorbereiten des Gartens und vor allem für Maria mit der Geburtstagstorte
(... und Chili ... und Schichtsalat).
Pizzaparty bei Alessandra und Alex
Die Highlights beschränken sich in den letzten Wochen immer
auf Feste und Einladungen, aber die finden dafür reichlich statt. Am 18.06.
sind wir alle bei Alessandra und Alex, um endlich deren Pizzaofen
einzuweihen, eine Woche danach gibt es bei uns Fondue, man merkt, die kalte
Jahreszeit beginnt.
Der Ofen erreicht allmählich Betriebstemperatur
Juli
Abschied von Roni im Club
Am 11.07. war das Abschiedsfest von Roni im Bosch-Club. Obwohl
es genau am Donnerstag angefangen hatte, ziemlich kalt zu werden, war das Fest
ein voller Erfolg. Bis gegen Mitternacht tanzten wir und das ließ uns das
nass-kalte Wetter total vergessen.
Links: Die deutsche Delegation und rechts: Das brasilianische
Jungvolk
Die Feuerzangenbowle
Ja, es ist mittlerweile empfindlich kalt! Heute morgen (12.07.) zeigte das Außenthermometer noch 9 Grad an, innen hat es noch 17 Grad,
das schaffen unsere kleinen Ölradiatoren gerade noch, mehr ist aber nicht drin.
Somit ist endlich die Zeit gekommen, in der ganz Brasilien im Wintertaumel ist
und wir wollen uns nicht ausschließen. Gegen Mittag ruft Peter an und lädt uns
für den Abend ein. Käsefondue, anschließend Feuerzangenbowle mit dem
dazugehörigen Rühmann-Film.
Herrlich, was man mit Rum alles machen kann ...