Bonito - in Deutschland kennt den Ort wohl fast niemand. Hier in Brasilien ist er jedoch einer der bekanntesten Naturziele. Bonito liegt im Bundesstaat Mato Grosso do Sul, etwa 250 km südlich der Hauptstadt Campo Grande.
Gerade nicht mehr im Pantanal sind Bonitos Hauptattraktion seine klaren Flüsse. Aufgrund der Kombination von sehr kalkhaltigem Wasser und Quellen in den Flüssen sind diese so klar, dass man bis zu 50 m Sichtweite im Fluss hat. Man kann dort also inmitten von Schwärmen von Flussfischen schwimmen, Bilder, die man eigentlich nur vom Meer als Taucher kennt.
Damit das so bleibt, gelten in der gesamten Region strenge Umweltauflagen. Eine limitierte Anzahl von Besuchern pro Tag und gleichzeitig eine hervorragende Infrastruktur, die in Brasilien ihresgleichen sucht, zeigen, dass auch in Brasilien umweltfreundlicher Tourismus möglich sind.
Unser Programm:
Samstag, 09.10.2004:
Abfahrt gegen 9:00 von der Troller Zentrale, etwa 550 km auf Autobahnen bis
Presidente Prudente, dort einchecken ins Hotel, Übernachtung.
li: Fahrt in Richtung Presidente Prudente, re: Mechaniker gleich mit am Bord, was
soll da schon schief gehen
Sonntag, 10.10.2004:
Weiterfahrt ab ca 10:00 Uhr, noch einmal knapp 600 km, davon die letzten 500
keine Autobahn, aber da die Strecke großteils schnurgerade ist können LKW
problemlos überholt werden, wir sind am späten Nachmittag in Bonito (nicht
ohne vorher noch in ein paar Schlammdurchfahrten die Trollers stilgerecht
dreckig zu machen).
li: Auf der Brücke über den Fluss Parana, re: letzte Pause vor dem Ziel
Montag, 11.10.2004:
Morgens geht es mit den Trollers in Richtung Fazenda "Boca da Onça"
(Jaguarmaul). Eine Tour (zu Fuss) führt uns an 11 Wasserfällen vorbei zum 156
Meter hohen Hauptfall "Boca da Onça". Diese 156 m sind jedoch über
860? 865? Treppenstufen wieder hinaufzusteigen, um zur Fazenda zurückzukommen.
Nach der Vormittagstour gibt es leckeres Mittagessen und relaxen am Pool der
Fazenda, bevor wir zurück nach Bonito fahren.
li: Auf dem Weg zur Fazenda, re: Baden im Wasserfall ist erlaubt
...
Dienstag, 12.10.2004:
Vormittags geht es los mit "Boia cross" im Rio Formoso. Und das
geht so... jeder bekommt eine Boia, also ein Art aufgepumpten
LKW-Reifen-Schlauch, man setzt sich hinein und runter geht des Fluss, mal
schnell, mal langsam, mal muss man rudern, mal kommen kleine Stromschnellen,
aber auf alle Fälle macht das ganz schön Spass!
Gleich darauf gehen wir Mittagessen und anschließend zur
Flutuação zum Aquário natural: Flutuação? Ganz einfach, mit Neoprenanzug
aufs Wasser legen, mit Taucherbrille unter Wasser und von der Strömung langsam
Flussabwärts treiben lassen, dabei die Fische und das unglaublich klare Wasser
beobachten. Hört sich langweilig an? Ist aber eine Show ersten Grades.
li: Sind wir nicht hübsch, re: Aquário natural
Abends geht es nochmal auf Tour, eine Trilha nachts mit den
Trollern, über Felsen, durch Wasser und Schlamm, gegen 22:00 Uhr kommen wir
zurück zum Hotel.
Mittwoch, 13.10.2004:
Den heutigen Tag verbringen wir am Rio de Prata (Silberfluss). Erneut finden
wir auf dem Weg zum Rio, der ca 50 km ausserhalb Bonitos liegt, genügend
Schlammlöcher, um die Geländegängigkeit unseres Wagens zu testen. Am Rio gibt
es dann wieder Flutuação, fast noch schöner als am Tag zuvor, das Wetter ist
aber leider schlecht, etwas klat und immer wieder Regen. Wir kommen erst spät
weg, so dass das Buraco dos Araras bereits geschlossen ist als wir ankommen.
li: Hurra, Schlammloch entdeckt, re: Auf den roten Strassen Brasiliens
Donnerstag, 14.10.2004:
Wir sind etwas sauer, dass wir das "Buraco das Araras" gestern
nicht besuchen konnten. Der Buraco (das Loch) ist ein etwa 120 m tiefer Krater,
in den die rot-blauen Araras (Papageie) eine Heimat gefunden haben. Das die
Gruppen den Buraco am Samstag besuchen will, wir aber schon sehr früh am
Samstag abreisen, stehen wir heute schon um 6:00 Uhr auf, um ab 7:00 die
Papageienshow zu sehen. Es war sehr sehr sehenswert! Wir waren um diese Uhrzeit
die einzigen Besucher, nur Stille und die Schreie der Vögel im Krater, ab und
zu Papageienschwärme die den Krater durchkreuzten - wow!
Anschliessend fahren wir in Richtung Paraguay, wo wir uns
gegen Mittag mit einem Teil der Gruppe treffen. Etwas die Hälfte der Gruppe
macht heute noch mal Flutuação, die andere Hälfte nutzt den Tag zum Einkaufen
in Paraguay, so wie wir.
li: Blick ins Papageienloch, re: Auf dem Rückweg aus Paraguay
Auf der Heimreise finden wir "Schlamm de Luxe" eine neue Autostrecke ist durch den Regen der letzten Tage in eine herrliche Troller Schlamm Test Piste verwandelt worden.
Freitag, 15.10.2004:
Vormittags besuchen wir die Gruta Lagoa Azul, eine Tropfsteinhöhle mit
einem blauen See, nachmittags dann nochmal eine Trilha, durch viele Flüsse
(vorbei an vielen Brücken)
li: Gruta Lagoa Azul; re: die Nachmittagstrilha
Samstag, 16.10.2004:
Frühmorgens um 6:00 geht es los, wir wollen die 1100 km an einem Tag
bewältigen. Wir schaffen es auch, gegen 19:30 sind wir zuhause.